Erste Formen der Bienenzucht

Erste Anzeichen von Bienenzucht gehen auf das Altertum zurück. Chinesen, Griechen, Römer und Ägypter arbeiteten schon mit Bienenstöcken aus Stroh und Ton. Bevor man Zuckerrohr und Zuckerrüben in Europa kannte, war Honig das einzige Süßmittel und Wachs brauchte man zum Beleuchten. So entwickelte sich die Imkerei sehr schnell. Schon unter Karl dem Großen gab es Vorschriften für die Imkerei. Die Bienenzüchter haben gelernt, die Biene zu domestizieren, Schwärme einzufangen und sie in geeigneten Beuten unterzubringen: Tongefäße, hohle Baumstämme, Behältnisse aus Kork, Stroh- und Weidenkörbe in den verschiedensten Formen.

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Diese Beuten hatten fest eingebaute Waben und ergaben nur eine kleine Ernte, doch konnte man mehrere Beuten an den unterschiedlichsten Orten aufstellen. Der Nachteil war allerdings wie bei den wilden Schwärmen auch, dass man zur Honigernte den gesamten Stock zerstörte.  

Dies lässt sich nur durch eine Ständerbeute mit Hochwaben vermeiden, das heißt, über dem Stock befindet sich ein Abteil mit beweglichen Rähmchen , in welche die Bienen ihre Waben bauen und den Honig einlagern, sobald das untere Abteil voll ist. Der Imker erntet nur das obere Abteil, den Honigraum ab, die Brut und der Vorrat des Bienenvolks bleibt unberührt im unteren Abteil, des Brutraumes.  

Es war François Huber, der Vorläufer der modernen Imkerei, der die Beute mit mobilen Rähmchen erfand. Die Bienen bauen nun ihre Waben in einen Rahmen aus Holz, der aus der Beute herausgezogen werden kann, um die Überwachung des Stocks und der Honigernte zu erleichtern.

Später begann man, diese Rahmen vor dem Einsetzen in die Beute mit Mittelwänden aus gewaffeltem Wachs auszukleiden. So haben die Bienen weniger Vorarbeit beim Wabenbau zu leisten und mehr Zeit zum Honigsammeln. Diese Art der Beuten wird auch heute noch eingesetzt. Die weiteste Verbreitung haben die Modelle des Amerikaners Langstroth und des Franzosen Dadant gefunden: viereckige Kästen aus Holz mit flachem Dach, auf die man einen oder mehrere Honigräume aufsetzen kann.

Später begann man, diese Rahmen vor dem Einsetzen in die Beute mit Mittelwänden aus gewaffeltem Wachs auszukleiden. So haben die Bienen weniger Vorarbeit beim Wabenbau zu leisten und mehr Zeit zum Honigsammeln. Diese Art der Beuten wird auch heute noch eingesetzt.

Man unterscheidet heute drei Kategorien Imker: Hobby-Imker, die aus Liebhaberei zwei oder drei Bienenstöcke pflegen, Nebenerwerbsimker und hauptberufliche Erwerbsimker.